Stiftung Tramhüsli

Das Tramhüsli war früher und soll künftig insbesondere ein Treffpunkt sein. Dadurch hat das Tramhüsli eine wichtige Bedeutung für die Bevölkerung. Das Tramhüsli ist ein kulturgeschichtlich relevanter Zeitzeuge sowie ein architektonisch interessantes Gebäude mit grossem historischem Wert. Seit 2018 gehört das Tramhüsli zu den geschützten Gebäuden der Denkmalpflege des Kantons Luzern.

 

Das Tramhüsli und Emmen

Für die Bevölkerung von Emmen hat das Tramhüsli einen emotionalen und identitätsstiftenden Wert. Das Tramhüsli ist Sinnbild für den wirtschaftlichen Aufstieg der Gemeinde Emmen, aber auch für einen Abstieg in den 90er Jahren. Heute ist es wieder ein Träger der Hoffnung.

 

Kultureller Wert

In die Mitte der eingeschossigen Tramstation ist ein Transformatorenturm integriert. Typologisch handelt es sich dabei um eine seltene Kombination. Als markantes Wahrzeichen an der Gerliswilstrasse handelt es sich beim Tramhüsli um einen der letzten lokalgeschichtlichen Zeugen, der 1961 eingestellten Luzerner Trambahn. Vor diesem Hintergrund begrüsst die Kantonale Denkmalpflege die Bemühungen, dieses Denkmal der Verkehrsgeschichte zu erhalten.

Mit dem zukünftigen Bau der Viscosistadt entsteht eine neue urbane Umgebung rund um das Tramhüsli. In diesem modernen Umfeld wird es seinen historischen Charme ausstrahlen und seine Rolle als geschichtlicher Zeitzeuge und Treffpunkt der Emmer*innen wahrnehmen.

 

Standortwert

Der wirtschaftliche Aufschwung der Viscosi förderte den Ausbau der Tramlinie von Luzern bis zum Centralplatz. Das Tramhüsli war die Endstation und zugleich das Eingangstor zum Viscosiareal. Gerade dort liegt auch noch der heutige Standortwert: Als Portal zum neuen Stadt- und Lebenszentrum von Emmen. Im Zusammenhang mit der neuen Viscosistadt entfaltet sich der vielseitige Nutzungswert des Tramhüsli.

 

Geschichte

1901 wird die Tramlinie aus Richtung Luzern-Kreuzstutz bis zum Zollhaus verlängert. 

 

1903 erfolgt der Bau einer neuen Brücke über die Emme beim Zollhaus, eine Eisenkonstruktion der Firma Bell in Kriens. Diese neue Brücke ist nun auch für das Tram befahrbar. Die neuerdings verlängerte Linie führt die heutige Bahnhofstrasse hinauf zum Bahnhof Emmenbrücke. Das Tram fährt zur Bahn.

 

1906 nimmt die Viscosi ihren Betrieb auf und erlebt bereits vor dem Ersten Weltkrieg einen enormen Aufschwung.

 

1913 wird die bisherige Linie verlegt und nochmals verlängert. Sie führt nun nicht mehr zum Bahnhof Emmenbrücke, sondern über das Emmenfeld zum Centralplatz. Das Tram fährt zu den Fabrikanlagen der Viscosi und zum aufstrebenden oberen Gemeindeteil Gerliswil. 

 

1927 wurde das heutige Tramhüsli, laut damaliger Baubewilligung der Gemeinde Emmen eine "Tramwartehalle mit Transformatorenstation“ erstellt. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Tramlinie Luzern – Emmenbrücke/Central einspurig. Das Tram wendete nicht. Ein Wende-Manöver war auch nicht nötig, weil das Tram vorn und hinten steuerbar war.

 

1926/1927 wurde dann nicht nur die heutige „Tramwartehalle mit Transformatorenstation“ erstellt, sondern auch das Tramgeleise doppelspurig ausgebaut. Im Rahmen dieses Ausbaus legte man am Centralplatz zudem eine Kehr-Schlaufe an.

 

Mit der Rettung des Tramhüsli soll ein neues Begegnungszentrum für die Bevölkerung entstehen. Das Tramhüsli soll auch weiterhin als Bushaltestelle genutzt werden und für Unternehmen, Institutionen, die Hochschule, Vereine und Interessengruppen neue Nutzungsmöglichkeiten bieten. Der künftige Stiftungsrat wird den Betrieb und Unterhalt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Emmen bewerkstelligen.

Eine wichtige Rolle wird die Hochschule Luzern – Design & Kunst spielen. Hier, am Eingang der neuen Viscosistadt wird das Tramhüsli eine Verbindung von der Vergangenheit zur Gegenwart schaffen. Als historisches Denkmal im öffentlichen Raum entsteht ein Ort, der die industrielle Vergangenheit mit den aktuellen Entwicklungen der Gemeinde und der Gesellschaft verbindet. Die Studierenden und die Dozierenden der Hochschule Luzern, die seit 2016 in Emmen arbeiten, werden in der Viscosistadt als aufmerksame Beobachter und neue Akteure die Fäden aus der Vergangenheit aufnehmen und in die Zukunft spinnen.

 

Die Stiftung Tramhüsli

Die Stiftung Tramhüsli wurde am 01.04.2015 juristisch offiziell gegründet, da die notwendigen Mittel für die Verschiebung des Tramhüslis aufgebracht wurden. Die Stiftung Tramhüsli als neue Trägerin, war für die Verschiebung und die Sanierung des Tramhüsli verantwortlich. Für den Stiftungsrat stellen sich folgende Persönlichkeiten zur Verfügung (alphabethisch):

 

Stiftung

  • Bisig Hardi, Emmer Architekt
  • Bucher Walter, ehem. Kommunikationsbeauftragter Gemeinde Emmen
  • Christen Gabriela, Direktorin Hochschule Luzern Design & Kunst
  • Frey Conny, Präsidentin Verein Zukunftsgestaltung Emmen (ZGE)
  • Rudolf Urs, Anwalt, Mitglied Emmer Wirtschaftsforum (Präsident)
  • Schmid Hans, Hauptstifter und Unternehmer (Stifter)
  • Schneider Benedikt, Anwalt, Mitglied Gewerbeverband Emmen
  • Truttmann Susanne, ehemaliges Mitglied Gemeinderat Emmen (Vize-Präsidentin)

Tramhüsli. Mediendok am 4.4.2019

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 Bilder Umbauphase: Jäger Egli AG (EB)